Anoteron Weblog
Anoteron. Eine virtuelle Reise
Juni 30, 2003
Pause

Sonst wird das Buch nicht fertig!


Der Blick durchs Schlüsselloch:
www.generation-blogger.de

gesendet von Astrid Haarland um 03:32 EM | Comments (0) | TrackBack (6943)
Uri Avnery: Die Patrioten, das sind wir!

www.uri-avnery.de


Wir treffen uns in finsteren Zeiten. Gezielte Tötungen, Selbstmordattentate, das Töten von Frauen und Kindern ist zur täglichen Routine geworden. Auf beiden Seiten leben die Menschen in einem Zustand der Angst, der Hoffnungslosigkeit und der Apathie. Aber wir haben keinen Grund, die Hoffnung zu verlieren. Wenn wir auf die Jahrzehnte unseres Kampfes blicken, sehen wir eine stete Vorwärtsbewegung in Richtung Frieden.


Ein wichtiges Ereignis fand heute in Ramallah statt. Dreihundert Persönlichkeiten, die Hälfte von ihnen Palästinenser, die andere Hälfte Israelis, nahmen an der Gründungskonferenz der ersten völlig integrierten, gemeinsamen Friedensorganisation teil: die Gemeinsame Israelisch-Palästinensische Aktionsgruppe für Frieden.
Dies folgte der Veröffentlichung von vor zwei Monaten, als ein gemeinsames politisches Statement von 1500 palästinensischen und israelischen Persönlichkeiten unterschrieben worden war.
Die Besatzungsarmee versuchte Israelis daran zu hindern, Ramallah zu erreichen; einige mussten in der Hitze zwei Kilometer laufen, um die Kontrollpunkte zu umgehen.

Ich wurde darum gebeten, eine der programmatischen Reden zu halten. Ich möchte sie – in aller Bescheidenheit - hier ungekürzt veröffentlichen:

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gesendet von Astrid Haarland um 09:01 FM | Comments (0) | TrackBack (5119)
Gazastreifen: Israelisches Militär zieht ab

SPIEGEL online


Neuer Hoffnungsschimmer für Nahost: Die israelische Armee hat mit dem Abzug aus dem Norden des Gazastreifens begonnen. Gepanzerte Fahrzeuge bewegten sich in Richtung Grenze. Inzwischen gab die Fatah- Bewegung von Palästinenserpräsident Arafat eine sofortige Waffenruhe bekannt.

Tel Aviv - Nach Berichten israelischer Medien, die von den Palästinensern bestätigt wurden, bewegten sich Panzerfahrzeuge aus dem Gebiet von Beit Chanun in Richtung der Grenze zu Israel. Unterdessen gab die Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Jassir Arafat am Sonntagabend eine sofortige Waffenruhe bekannt. Zuvor hatten die militanten Organisationen Hamas und Islamischer Dschihad ihre Aktionen gegen Israel für die Dauer von drei Monaten eingestellt.


Der Artikel
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,255182,00.html

gesendet von Astrid Haarland um 08:58 FM | Comments (0) | TrackBack (5392)
Juni 29, 2003
Der Traum von 20'33 ?

Der Online-Buchhändler Amazon ist doch immer wieder gut für einen kleinen Scherz. Die heutige Buchempfehlung von Amazon für meinen Mann:

"Totgedacht. Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören.
von Roland Baader"

Der folgende kleine Textabschnitt passt da irgendwie nicht so richtig rein, war aber eingeblendet und unten tobt sich dann ein Herr mit e-mail-Adresse bei t-online aus.

Zitat von der Amazon-Seite:

"Kurzbeschreibung
Die Küken piepsen sorgenfrei, die Henne schützt sie alle drei. "Was habt ihr Hündchen bloss im Sinn? Wo wollt ihr denn jetzt wieder hin?" Erste Tierbilder mit lustigen Reimen - für kleine Leser ... "

Ein gewonnenes Rückzugsgefecht der Freiheit., 17. April 2003
Rezensentin/Rezensent: volkmar-weiss@t-online.de (Mehr über mich) aus Leipzig
Baader macht darauf aufmerksam, daß an den geisteswissenschaftlichen Fakultäten der deutschen Universitäten Zehntausende Soziologen, Psychologen, Historiker usw. zu „Intellektuellen" ausgebildet werden, während in den naturwissenschaftlichen, technischen und ingenieurwissenschaftlichen Fächern die Zahl der Studenten ständig sinkt. Während in diesen volkswirtschaftlich wichtigen Fächern der prozentuale Anteil derjenigen, die in der Lage sind, ein derart anspruchsvolles Studium erfolgreich abzuschließen, geringer wird, erhöhen die geisteswissenschaftlichen Disziplinen ihre Studentenzahlen Jahr für Jahr. Und sogar der Notendurchschnitt der Studenten wird ständig besser, da die geistigen Anforderungen für eine sehr gute Note ständig heruntergeschraubt werden, ihre Professoren sich aber dadurch einbilden können, auch jedes Jahr besser zu werden. Was sie aber in Wirklichkeit lehren und ihre Studenten studieren, ist ihre Massenarbeitslosigkeit. Dafür hassen die Intellektuellen die kapitalistische Gesellschaft, die Unternehmer, die Ingenieure und Erfinder und mißtrauen ihnen, und erdenken sich ihrerseits immer neue Visionen einer idealen Gesellschaft, in der alle Menschen zwar gleich sind, die Denker, die selbst nicht produzieren und erfinden, jedoch die Macht haben. Daß diese Gesellschaften bisher immer totalitäre waren, stört die Intellektuellen dabei nicht. Um der aktuellen Arbeitslosigkeit zu entgehen, müssen die Intellektuellen - gemeinsam mit der ebenfalls wachsenden Zahl von Juristen - sich immer neue gesellschaftliche Aufgaben ausdenken, mit der sie dem produktiven Sektor knebeln und Mittel entziehen. Neben der Bewältigung der Vergangenheit, der Kontrolle der politischen Korrektheit, der Erforschung des Friedens und aller psychischen Probleme sind es nicht nur die Gefahren der Gentechnik, sondern die Gefahren jedweder Technik und Veränderung, die nach der Gründung von Vereinen, Stiftungen, Kommissionen und Lehrstühlen rufen, die sich gegenseitig in ihrer Wichtigkeit als Bedenkenträger bestätigen. Besonders begehrt sind Dauerarbeitsplätze im Öffentlichen Dienst und Abgeordnetenmandante. Von dort aus läßt sich die bürokratische Hemmung jedweden unternehmerischen und wissenschaftlichen Fortschritts am besten betreiben. Nur der Kapitalismus kann sich bisher leisten, ein akademisches Proletariat in wachsender Zahl auszubilden, stellt Baader richtig fest. Aber wie lange noch, ohne daß die gesamtwirtschaftlichen Schäden dieser Entwicklung offensichtlich sind und kaum noch zu reparieren? - fragt der Leser. Denn die Zahl der Studenten pro Professor wird immer größer, weil eben auch das nicht mehr wie bisher vom produktiven Sektor bezahlt werden kann. Und die Hälfte dieser Akademikerinnen bleibt kinderlos, und verläßt sich auch in diesem Punkte auf die anderen. Baader ist mit dieser Gesellschaftskritik ein großer, aber für viele inhaltlich sehr unbequemer Wurf gelungen.


Totgedacht? Baader versus Intellektuelle, 2. September 2002
Rezensentin/Rezensent: mamayer (Mehr über mich) aus Tübingen, Deutschland
Mit "Totgedacht. Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören" legt Roland Baader nun sein neuestes Buch vor. Der Diplom-Volkswirt und Unternehmensberater ist bekannt als Autor von zeitgeist- und gesellschaftskritischen Büchern wie "Eingetrichtert", "Die belogene Generation" oder auch "Logik der Freiheit", um nur wenige zu nennen.

Sein nunmehr zehntes Werk stellt eine Abrechnung mit den Intellektuellen dar. Diese würden, so Baader, in der Mehrheit falschen oder auch wirren Ideen anhängen. Neben dem Nationalsozialismus attackiert er auch die geistigen Urheber von Kommunismus und Sozialismus. Dabei versucht er, Gemeinsamkeiten und Parallelen in Fehlentwicklungen festzustellen.

"Totgedacht" liest sich angenehm flüssig. Seine Argumente gegen Mao, die UdSSR oder auch die PDS treffen ins Ziel. Diese Streitschrift gegen die intellektuelle Alibibeschaffung mörderischer Ideologien ist ein lesenswertes Buch.

Ende der Rezension einer Amazon-Buchempfehlung für meinen Mann

Mein Kommentar:
Na denn, Herr Baader! Herr Lustig! Wie wäre es denn mit einem großen brennenden Scheiterhaufen für all die nutzlosen Bücher? Den Traum von 1933 endlich Wirklichkeit werden lassen?

gesendet von Astrid Haarland um 09:18 EM | Comments (0) | TrackBack (6604)
Theokratische Netzzensur im Iran

Kurze Pause im Manuskript, bin neugierig, ob Markus wieder da ist und im Blog zum Buch bastelt, kurzes "Edit entry", Sch... das war jetzt leider das falsche Blog, dann eben nicht!, "Delete entry", ein Blick auf telepolis und die selektive Wahrnehmung liest gleich den Satz von den Bloggern "mit ihrer Generalzuständigkeit in allen Dingen, die die Welt diesseits wie jenseits des Netzes bewegen" und die den "Mullahs das Erdenwallen zur Qual" machen.

Erster Kommentar eines "ercan" im Forum: "Und was ist mit N.R.W?" Was soll das? Theokratie in NRW? Da gibts eine ganze Menge Unterschiede. Zum Beispiel den, dass "Ercan" genau diesen Satz posten darf.

Der Artikel:
Goedart Palm 29.06.2003
Auf den satanischen Fersen der iranischen Internet-Generation

Es ist das ewig alte Lied: Autoritäre Staaten ertragen keine Freizügigkeiten, Werterelativismen, Ironien, Ambivalenzen, keine lasziven Bildchen und keine laizistischen Irritationen, weder Kritik an sakrosankten Führern noch gar an den ehernen Prinzipien der Religion. Die von inneren Unruhen geschüttelte Theokratie im Iran ( Mullahs balancieren. Der Präsident schweigt) nimmt nun das Internet in das Fadenkreuz. Und nicht anders als in China ( Gefiltertes Internet für China) oder Saudi-Arabien ( Saudi-Arabien: Umgehen der Zensur) wird der Kampf um den gottlosen "Content" nicht nur mit Argumenten, sondern ebenso mit Technologien ausgetragen.


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gesendet von Astrid Haarland um 06:27 EM | Comments (0) | TrackBack (3791)
EU-USA-Gipfel

Strittige Fragen:

Aus
http://www.welt.de/data/2003/06/26/124749.html

"Die US-Führung, vertreten durch Präsident George W. Bush, Vizepräsident Dick Cheney, Außenminister Colin Powell und Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice, wollte die Europäer dazu drängen, auch den politischen Flügel der radikalen Palästinenserorganisation Hamas zu ächten. Die EU unterscheidet zwischen dem militärischen Teil der Hamas und dem politischen, der - so EU-Offizielle - eine wichtige soziale Rolle in den Palästinensergebieten spiele. Nur Großbritannien erklärte sich bereit, der Forderung der USA zu folgen."


Aus:
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/15097/1.html

'Keineswegs überraschend nutzte Bush die gemeinsame Pressekonferenz mit Prodi und Simitis zu einem öffentlichkeitswirksamen Appell: "Ich fordere die Politiker in Europa und überall auf der Welt auf, schnelle und entscheidende Schritte gegen Terrorgruppen wie Hamas zu unternehmen, ihre Finanzquellen trockenzulegen und von Unterstützung abzuschneiden, wie die Vereinigten Staaten es getan haben."
Prodi und Simitis gingen auf diese Aufforderung nicht weiter ein. Das blieb EU-Außenkommissar Chris Patten bzw. dessen Sprecherin vorbehalten, die sich einen Tag nach dem Gipfel gegen "Belehrungen" aus Washington beim Kampf gegen den Terrorismus verwahrte.'

gesendet von Astrid Haarland um 01:44 EM | Comments (0) | TrackBack (5940)
Juni 28, 2003
Blogs gegen gleichgeschaltete Medien?

via www.bloggen.de


Passend zum neuen Trend der Informationsverbreitung mit Hilfe von Blogs:
www.telepolis.de

Herstellung von Konsens
Oliver Frommel 28.06.2003
Noam Chomskys Theorie der kapitalistisch gleichgeschalteten Massenmedien

Die zunehmende Medienkonzentration bietet immer wieder Anlass zu Grundsatzdiskussionen, so aktuell zu der Lockerung der Medienkartellgesetze in den USA. Die von den Gegnern dieser Liberalisierung befürchtete einseitige Manipulation der öffentlichen Meinung ist freilich für andere längst Realität. So beschreibt Noam Chomsky seit vielen Jahren die Herstellung von Konsens durch gleichgeschaltete Massenmedien. Eine Zusammenstellung ins Deutsche übersetzter Texte ist jetzt unter dem Titel "Media Control" erschienen.


Der Artikel

gesendet von Astrid Haarland um 10:25 FM | Comments (0) | TrackBack (6399)
Juni 27, 2003
Televisionen: Ein Fernsehabend ohne Friedman

www.spiegel.de

Von Reinhard Mohr

Statt "Friedman" sendete das deutsche Fernsehen am Mittwochabend auf allen Kanälen Gutmenschentum - ein verklausuliertes Resozialisierungs-Angebot für den in Ungnade gefallenen TV-Talker?

Der Artikel

Mein Kommentar:
Lieber Herr Mohr, der "männertypische, geradezu volksnahe Umgang mit Frauen" sollte sich in Deutschland vielleicht auf die Frauen beschränken, die mit Geld für Sex den dritten DVD-Player kaufen wollen oder noch ein bisschen Bares für das neue Kleid zum Uni-Abschlussball brauchen.

Wer Sex mit osteuropäischen Frauen mag, die unter Sklavenbedingungen hier arbeiten müssen, kann sich doch lieber gleich auf den Weg nach Osteuropa machen und vor Ort Leistung gegen Euros tauschen. Dann haben alle Beteiligten was davon.

gesendet von Astrid Haarland um 01:12 EM | Comments (0) | TrackBack (6774)