Oktober 01, 2002
Esoterik nach Auschwitz. Ein Dialog

Wie gelangt man zu Erkenntnis? In verschiedenen religiösen Gruppen wird vom Leidensweg der Erkenntnis gesprochen. Diesen Weg kann nicht nur der Einzelne gehen, sondern es wird sogar ein kollektives Karma vermutet. Welche Konsequenzen hat diese Auffassung?

Ein Dialog zwischen Robert Berghausen, www.problem-und-loesung.de, und einem Teilnehmer des Forums von www.anoteron.de

Esoterik nach Auschwitz.
Ein Dialog

Quelle:
www.anoteron.de
September 2002

Teilnehmer:
1) Robert Berghausen
www.problem-und-loesung.de

2) T. (anonymisiert)

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T.:

ich (möchte) doch gerne zum Thema Krieg und Frieden etwas loswerden, vor allem in Bezug auf das 'große' Bush-Imperium.......

Also um ganz ehrlich zu sein:
Was würde denn auf der Welt passieren, wenn dieser Krieg stattfindet??????
Was passierte denn in den letzten Jahrhunderten bei Kriegen???

Der Ruf nach Frieden dauert schon scheinbar ewiglich, doch wollen und können die Menschen ihn nicht in die Tat umsetzen. Dies fängt bei jedem Selbst im Alltag schon an.......Warum wollen wir das sogenannte Große aufhalten, wenn wir es noch nicht einmal im Kleinen hinbekommen??????
Versteht mich hier bitte nicht falsch, ich bin nicht für diesen Krieg, wahrlich nein.
Doch wie kann ein friedlicher Weg für die Menschen aussehen, die täglich per Auto zum Beispiel in den Krieg ziehen (Du Arschloch, kannst Du kein Auto fahren oder was.......Maaaaaannnn, fahr' doch mal schneller......etc.....). Oder in der Familie oder mit dem Lebenspartner, wo die einzelnen Torpedos in Richtung Herz des Anderen abgefeuert werden...oder oder oder.....?
Liebe Leute, beginnt bei Euch selbst !!!!.....dieser Planet hat so viele Möglichkeiten für das eigene Erkennen und Lernen.......diese Menge an Menschen, mit diesen vielen vielen verschiedenen Stand- bzw. Montagepunkte - dafür braucht es erst einmal einen großen Wumms, damit diese Masse an Menschen aufwacht aus ihrem Tiefschlaf der Ahnungslosigkeit und Dummheit.
Es gibt GOTT SEI DANK, viele schöne spirituelle Welten, die dem Einzelnen ermöglichen, die eigene Welt friedlicher werden zu lassen und aus diesem Traum aufzuwachen (leider aber auch Welten, die das Weiterschlafen unterstützen, da sie nicht auf dem natürlichen Ordnungsprinzip aufgebaut sind, sondern dem spirituellen Ego-Wahn Unterstützung gewähren). Diesen 'spirituellen' Menschen sollte es als Ziel sein, Wissen in Formen darzureichen, daß jeder Mensch, der nicht so denkt und friedlich ist, sein Denkapparat dazu benutzt, sein Handeln in Richtung Frieden auszurichten.
Nur ist schon sehr viel Wissen im Raume zur Verfügung, jetzt braucht es noch die nötigen Ereignisse, die dem Menschen dazu motivieren, dieses Wissen auch anzunehmen und - vor allem - umzusetzen......hierbei sollten wir den Menschen helfen, nicht belehren oder missionieren......und auch nicht dem destruktiven Geist, der aus Angst, Teil- bzw. Unwahrheit seine Energien nimmt, Nahrung darbieten (und ich meine hier diese ewigen angstmachenden und nicht-beweisbaren Thesen, die wirklich keinen Menschen in seiner täglichen Friedensarbeit weiterbringen, sondern eher hindern).Jeder Mensch hat das Recht soviel Zeit und Möglichkeiten zu benutzen, wie er für seinen Weg braucht.....auch wenn dies mehrere 'materielle' Daseine beansprucht......
Die beste Tat, die wir FÜR FRIEDEN tun können, ist in unserem Geiste Friede einkehren zu lassen. Liebe Gott und Deinen Nächsten, sowie Deine Feinde......universelle Liebe, dies ist die Antwort auf den Krieg......beginnen wir sofort damit, damit diese Welt mit unserem Beitrag besser werden kann und vertrauen wir auf Gott, daß er all die Menschen in seinem großen Plan so lenkt, daß sie Erkennen mögen und sich nicht selbst vernichten.......

Robert Berghausen:

Lieber T.!

Du predigst den individuellen Spiritualismus. Dieses Weltbild setzt voraus, dass die Realität ein Produkt des Bewußseins ist. Ändert der Einzelne sein Bewußtsein, indem er "friedlich" ist oder "wahr", so ändern sich mit ihm die äußeren Dinge.
Ein Krieg würde dann in dem Maße unwahrscheinlich, wie es genügend friedlich denkende Menschen gäbe.

Das ist an sich ein schöner Gedanke. Die Gleichung geht jedoch nicht auf, weil es zu wenig friedliche Menschen gibt. Deren Unfrieden hat die verschiedensten Gründe, berechtigte und unberechtigte.

Deshalb braucht es immer wieder Einzelne oder Gruppen, die aktiv für den Frieden arbeiten, nicht nur für den eigenen sondern für den Frieden der Welt.
Jeder Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung entzieht dem Unfrieden den Boden.

Es sind insbesondere die spirituellen Menschen, die eine Verantwortung für Frieden und Gerechtigkeit wahrnehmen. Sie beschränken sich eben nicht auf die Herstellung ihres individuellen Gleichgewichts, sondern sie leben und arbeiten ganz aktiv an einer politischen Umgestaltung.

Die Reduzierung der Spiritualität auf ein persönliches Heil liegt im Interesse derer, die einen langen Atem haben, wenn es um den Erhalt ungerechter Verhältnisse geht.

So ist die aus Not, Elend und Ungerechtigkeit entstandene New Thought-Bewegung der USA zu einer Erfolgsmetaphysik des Materialismus verkommen, nachdem den Leuten ständig gepredigt wurde, sie selbst seien das Problem und seine Lösung.



T.:

Lieber Robert,

ich predige nicht nur die individuelle Spiritualität, sondern eine kollektive!

Nur setze ich hier den Anfang beim Individuum und dann erst das Kollektiv. Die Macht der Gedanken und der daraus resultierenden Verbundenheit mit allem Leben ist nicht zu unterschätzen.
Eigentlich geht es auch nicht um das Kämpfen, sondern um das Erkennen von Zusammenhängen, von Problemen und deren Lösungen. Wer kämpft, hat, meiner Meinung nach, schon verloren. Aber vielleicht liegt hier nur eine falsche Interpretion von Kampf in meinem Geiste vor.......der Weg der individuellen Spiritualität führt zur universellen Liebe.....ist dies ein Kampf??????? Oder anders: Führt ein Kampf zum Ziel??? Oder noch anders: Was bedeutet denn für den Frieden kämpfen???? Mit welchen Waffen???

Und wenn dieses individuelle Ziel erreicht ist, besteht die Erkenntnis und die heilige Pflicht, Verantwortung für die eigenen Taten, somit auch die Verantwortung für das Leben an sich zu übernehmen, also auch für die Zukunft Probleme des Kollektivs zu lösen, d.h. dienen!
Wer beim Ego stehen bleibt, hat das Wissen und die Lehren noch nicht richtig verinnerlicht und verstanden.So stimme ich mit Dir überein, daß es deshalb immer wieder Einzelne oder Gruppen, die aktiv für den Frieden arbeiten, nicht nur für den eigenen sondern für den Frieden der Welt, braucht.
Hier stelle ich nicht den Kampf in den Mittelpunkt, sondern die Erkenntnis der Liebe. Diese ist jedem Menschen näherzubringen. Auf mannigfaltigen Wegen!!!!!
Aufklärung sollte über die Möglichkeiten eines menschlichen Individuums gemacht werden und Alternativen für alltägliche Handlungen sollten erläutert werden. Auch Ursachen von Trägheit, Maßlosigkeit, Gier etc. sind zu finden, damit auch diese Welten von ihrem Schattendasein erlöst werden können.
Was bringt es einem Menschen, Angst vor einem Krieg zu haben?
Vor was hat er Angst?????
Vor dem Tod? - Warum?...ist dieser eine Welt vor der man Angst haben muß? Ich sage Nein. Doch leider ist dieses Thema so unterdrückt, so daß dieses in die Hirne der Welt vor unseren Augen hineingebrannt wird....doch nur langsam kommen tiefe Erkenntnisse über die Bedeutung des Todes in die Geister des Kollektivs.
Wer den Tod nicht versteht, versteht auch nicht das Leben. Darüber gilt es Aufzuklären, und zwar frei und dem Schmutz menschlicher Lügen, Heucheleien und Gier. Wahrheitsgetreu, offen und tolerant....und dies alles nicht belehrend, sondern wissenschaftlich fundiert und als Impulswerk für jeden Menschen frei zugänglich.
Was unterstützt die Welt der Angst? Gibt es eine Welt der Nicht-Angst? Welcher Geist unterstützt das Kollektiv in seinem Prozeß zur Friedensfindung? Welche Gedanken (also auch Texte) lösen Ängste aus und welche können produktiv und konstruktiv dem Frieden dienen???
Kriege dienen der Erkenntnis.....Wieso reagieren die Menschen in der Masse meist immer gleich, egal zu welcher Zeit????


Robert Berghausen:

Lieber T.

Du schreibst "Kriege dienen der Erkenntnis". Das bedeutet, ein Krieg "dient" einem guten Zweck, nämlich der Erkenntnis.
Mir ist kein Krieg bekannt, dessen Grausamkeiten jemals einen guten Zweck gerechtfertigt hätte.
Mir ist keine Erkenntnis denkbar, die nicht auch ohne Krieg zu gewinnen wäre.


T.:

Lieber Robert,

warum haben dann die Menschen noch nicht gelernt in Frieden zu leben?????

Sind wir doch mal ehrlich.....der Mensch hat Probleme mit und Ängste vor dem Tode. Aus diesem Grunde dient der plötzliche Tod, auch durch Kriege herbeigeführt, der Erkenntnis, was dieser für die Menschen bedeutet - darüberhinaus stellt sich die Bedeutung und die Bewahrung des Lebens in den Mittelpunkt.
Auch die psychologischen Betrachtungen menschlicher Handlungsweisen in Kriegen scheinen wohl noch nicht auszureichen, sonst würden wir ja alle spätestens nach 2 Weltkriegen und zahlreichen kleinen Kriegen alle Antworten auf den Krieg haben.....ist aber nicht so. Also müssen wir weiter uns sinnlos im Kriege bekämpfen, bis wir die wahren Ursachen unserer Aggressionen begreifen und abstellen. Wieviele Menschen haben nach dem Angriff am 11.09. das Anwenden von Gegengewalt befürwortet? Ist das Liebe? Ist das Liebe Deine Feinde? Wo sind die wahren Christen bzw. religiös-spirituellen Menschen die die Nächstenliebe in der politischen Welt und in der Bevölkerung leben und propagieren? Hat Jesus Christus Krieg geführt?
All diese Konflikte und Kriege brauchen noch weitere Tode, damit der Mensch ERKENNT, wie sinnlos dieses Handeln ist.
Auch die Gedankenlosigkeit über die Bevölkerungsexplosion ist ein Zusammenhang mit dem Thema Krieg. - Solange die Menschen nicht globaler Denken, wird es diese Kriege geben. Solange wir uns als Deutsche, Bayern, Amerikaner etc. fühlen und nicht als Weltenbürger einer gemeinsamen Welt wird es Kriege geben. Solange wir nicht das Leben in seiner vollsten Tiefe betrachten lernen und dadurch den Tod besiegen, da wir auch ewige Seelen sind, wird es weiterhin Kriege geben. Solange wir unsere Taten nicht im Kontext der Ewigkeit betrachten, wird es weiterhin Kriege geben. All diese Grausamkeiten eines Krieges lassen die Menschen in einer großen Gemeinschaft zusammenwachsen und miteinander reflektieren....diese Form kann 'positiv' genutzt werden, doch nur dann, wenn der Mensch bereit ist zuzuhören und fähig ist und wird aus der Vergangenheit zu lernen. Welche Form gibt denn dem Menschen die gleiche Botschaft, vor allem in dieser großen, breiten und tiefen Intensität?
Konfliktlösungen und Friedensaktivitäten sind in den Vordergrund der Handlungen zu erheben und unsere Kinder sind weltweit in friedlichen Handlungen auszubilden! - Doch wo passiert dies in unserer sozialdarwinistischen Welt?
Ist es denn nicht so, daß heute nach wie vor Menschen, auch nach dem 3. Reich, grausam und bestialisch töten und getötet werden? Wieso eigentlich?
Also wenn Du im Krieg keine Erkenntnisse gewinnen kannst, dann weiß ich auch nicht weiter.....wir können sehen, wer Interesse an Kriege hat, wir können erkennen, wie menschliches Handeln unter bestimmen Bedinungen in Richtung Tier im Menschen mutiert, wir können erkennen, wie wichtig der Schutz von Leben ist und und und......all dies kann, je nach Positionierung des Blickwinkels, einem 'guten' Zwecke bzw. Erkenntnis dienen.
Zumahl stört mich bei Dir die Einteilung von gut und böse. Jegliches Ding was in der Realität vorhanden ist, dient der Erkenntnis. Alles hat seinen Platz und seinen Sinn im großen Gottesplan. Vielleicht werden wir irgendwann in ein Musuem gehen können - mit unseren zukünftigen Generationskindern - und wir können ihnen zeigen, wie grausam der Mensch sein kann bzw. werden kann. Dann dienen alle Kriege der Abschreckung - auch dies ist eine Erkenntnis sogenannter positiver Art.
Wieso bewerten wir nach menschlichen Maßstäben Ereignisse?
Warum gehen wir nicht weiter und erkennen die Ursachen und beseitigen diese? Die Ursachen liegen auch - und vor allem - in der kollektiven Energiekonzentration der denkenden Geistweisen. In fast jedem Menschen herrscht Krieg. All diese Gedanken erzeugen Energie. Diese Energien gebündelt erzeugen unsere Kollektivrealität. Frieden erzeugen kann man nur, indem man seine Gedankenkonzentration auf einen neutralen Boden stellt. Dies erzeugt die Harmonie im kosmischen Gesetzesdschungel. Postives Denken dient dem negativen Ausgleich. Doch in bezug auf das Gesetz des Ausgleichs erzeugt zuviel positives Denken negative Wirklichkeiten und umgekehrt....vorrausgesetzt das Kollektiv träumt weiterhin in der Welt der Dualität!

.....ich kann nicht sagen, daß ich bescheid weiß, ich weiß, daß ich nichts weiß.....doch alles was ich hier schreibe, kommt aus meiner tiefsten Überzeugung, die sich aber immer mit der Reflektion von Informationen und Impulsen aus dem Hier und Jetzt und der Zukunft zusammensetzt......


Robert Berghausen:

Lieber T.!

Du schreibst sehr lange Antworten auf kurze Fragen.
Was hättest Du den den Insassen der Konzentrationslager geraten? Hätten sie Dr. Mengele mehr lieben müssen, damit er sie bei der Selektion an der Rampe wieder zurückliebt?


T.:

Hallo Robert,

ja, das tue ich.....

Was hat Dietrich Bonhoeffer an seinem Todestage gesagt (überliefert)?

Wieso verlangt eine selbstlose Liebe Erwiederung????

Und warum malten einige Menschen im KZ Schmetterlinge an die Wand????

Sorry, lieber Robert....Deine Äußerungen in allen Ehren, aber wo bleibt bei Dir das Seelenverständnis????

Der Körper ist ein Tempel in dem Gott wohnt.....wo ist er dann zuhause??????
Und bitte differenziere hier:
Der Körper (also der Mensch im materiellen Gewand) ist nicht Gott!


JONA
von Dietrich Bonhoeffer
geschrieben am 05.10.1944 im Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis Tegel....

Sie schrieen vor dem Tod, und ihre Leiber krallten
sich an den nassen, sturmgepeitschten Tauen,
und irre Blicke schauten voller Grauen
das Meer im Aufruhr jäh entfesselter Gewalten.

"Ihr ewigen, ihr guten, ihr erzürnten Götter,
helft oder gebt ein Zeichen, das uns künde
den, der euch kränkte mit geheimer Sünde,
den Mörder oder Eidvergeß'nen oder Spötter,

der uns zum Unheil seine Missetat verbirgt
um seines Stolzes ärmlichen Gewinnes!"
So flehten sie. Und Jona sprach: "Ich bin es!"
Ich sündigte vor Gott. Mein Leben ist verwirkt.

Tut mich von euch! Mein ist die Schuld. Gott zürnt mir sehr.
Der Fromme soll nicht mit dem Sünder enden!"
Sie zitterten. Doch dann mit starken Händen
verstießen sie den Schuldigen. Da stand das Meer.


und nun noch ein Auszug von Bonhoeffer aus: Stationen auf dem Wege zur Freiheit....

Tod.

Komm nun, höchstes Fest auf dem Wege zur ewigen Freiheit, / Tod, leg nieder beschwerliche Ketten und Mauern / unsres vergänglichen Leibes und unsrer verblendeten Seele, / daß wir endlich erblicken, was hier uns zu sehen mißgönnt ist. / Freiheit, dich suchten wir lange in Zucht und in Tat und in Leiden. / Sterbend erkennen wir nun im Angesicht Gottes dich selbst.


Und zum Abschluß lieber Robert noch eine Anmerkung: Sagte nicht Jesus, als er am Kreuze hing:
Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.......und Lukas teilte uns mit: "Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist!" Und als er dies gesagt hatte, verschied er......

Wozu dient unser Erdendasein, lieber Robert????


Robert Berghausen:

Die Vergebung einer Schuld ist das eine, die Verhütung kommenden Unrechts das andere.

Kriege, Katastrophen und all das weltweite Verbrechen können nicht ausschliesslich auf die Summe individuellen Fehlverhaltens zurückgeführt werden. Dadurch würde die Verantwortung so verteilt, dass eine Veränderung unerreichbar ist.

Soziale Reformen waren stets das Werk Einzelner, denen sich dann eine Gruppe anschloss, die das Projekt weiter betrieb.

Um noch einmal auf die Pogrome zurückzukommen: Sie sind die Schuld der Christen, die die Juden ausgrenzten bis hin zur Vernichtung. Da ist die Ursache. Es hiesse die Historie auf den Kopf stellen, würde behauptet, die Shoa sei das Karma des Jüdischen Volkes, eine Reaktion auf ihren Isolationismus.

Die esoterischen Lehren haben ihren Prüfstein an den Massenvernichtungsaktionen des Faschismus und Stalinismus.
Eine Esoterik des Faschismus hat ein Interesse daran, den "Juden" die Schuld an der Shoa als selbstverursachtes Karma in die Schuhe zu schieben.

Dir und Deinen Ausführungen unterstelle ich dies nicht, jedoch werde ich hellhörig, wenn es um eine Spiritualisierung des Leidens und Unrechts geht.


T.:

Hallo Robert,

nun, um dies hier jetzt vielleicht abzuschließen noch ein paar Bemerkungen bezüglich Deiner Antwort.....

Du sagtest:
Kriege, Katastrophen und all das weltweite Verbrechen können nicht ausschliesslich auf die Summe individuellen Fehlverhaltens zurückgeführt werden. Dadurch würde die Verantwortung so verteilt, dass eine Veränderung unerreichbar ist.

Hmmm.....wer, wenn nicht der Einzelne trägt dazu bei?
Deine Schlußfolgerung finde ich außerdem ein wenig merkwürdig....
Und wenn es soetwas wie Leben nach dem Tode gibt, also auch eine Seele, dann ist es doch offensichtlich, daß es auch in diesem Reich viel Verwirrung gibt, da viele Seelen, die im menschlichen Körpern existier(t)en, mit dem Körpergeiste diese verborgene Existenz gar nicht kennen - so ist bei dem Eintritt des Todes in dieser SeelenZwischenWelt große Verwirrung vorhanden, da zumeist ein viel zu große Anhaftung an die materielle Welt vorherrschte und eine Vergeistigung des Seelenwesens meist wenig bis gar nicht stattgefunden hat. Und jetzt nehmen wir mal an, daß diese verwirrte Seelen auch Einfluß auf vorhandenes Leben, vor allem auf vorhandene empfängliche und hellfühlige Menschen haben.
Dies ist keine These von mir, sondern klärt sich durch viele viele Menschen, die durch Medien aus diesen Welten berichten (ein sehr gutes Buch zu diesem Thema ist von Welkisch - 30 Jahre unter den Toten, welches ich Dir schon einmal privat empfohlen habe). Zumal kann der Mensch selbst sein inneres Ohr öffnen und dort in diese Welten hineinhören und wird dies dort vorfinden (dies weiß ich aus eigenen Erfahrungen, sowie von vielen Menschen, die dies können und die ich kenne.....)
Also ist es im Grunde doch auf das individuelle Fehlverhalten zurückzuführen (nämlich die Weigerung, sich mit dem heiligen Geist auf den Wege zur Seele zu machen, um damit die Fesseln der materiellen Existenz zu lösen; was aber wiederum nicht bedeuten soll, sich in völliger materiellen Enthaltsamkeit aufzuhalten [was aber, je nach Bestimmung, auch sein kann], sondern der Mensch sollte immer bestrebt sein Allem schön den richtigen Platz zuzuweisen), vor allem dies im Hinblick auf die große Kollektivbeeinflussung von Massen, die ja das Individuum stark beeinflussen können. Und es liegt dann an jedem Individuum selbst, was es aus seinem Leben macht, somit ist es nicht aussichtslos. Die Friedensarbeit bzw. die spirituelle Arbeit beginnt bei jedem Einzelnen. Dort möchte die Seele bewußter werden und sich auf ein gottgeweihtes Leben vorbereiten. Dies ist der Weg und das Ziel: Gott zu erkennen und zu erreichen. Die Geschichte der Menschheit mit allen Wissensbestrebungen weißt eindeutig in diese Richtung.


Und: Diese Welt (der Grobstofflichkeit) und dieses (materielle) Leben hat sehr viel mit Leiden zu tun, das hat nichts mit Spiritualisierung des Leidens und Unrechts zu tun. Auch Jesus Christus, und viele andere Gottgeweihte, mußte(n) viel unter den Taten der Menschen leiden. Doch was hat er/haben sie daraus gemacht?
Und was machen wir daraus?????

Noch einmal:
Wozu sind wir hier auf diesem Planeten, in diesem Körper mit all diesem Wissen auf Erden???????


Robert Berghausen:

Der Jude Jesus von Nazareth wurde Opfer eines politischen Verbrechens, verübt von der römischen Besatzung Palästinas.
Er trug sein Leiden mit bewundernswerter Haltung und verzieh sogar seinen Peinigern.

Die Millionen Ermordete der Shoa waren Opfer eines uralten Antisemitismus, der sich zum Projekt der Liquidierung eines ganzen Volkes steigerte.

Wenn ich diese Greueltaten damit erklären will, dass "diese Welt der Grobstofflichkeit sehr viel mit Leiden zu tun hat", dann ist das so allgemein, dass ich sich damit auch die Zustände in einer Zahnarztpraxis beschreiben liessen.

Die christliche Religion fragte sich nach Ende des 2. Weltkrieges, ob eine Theologie nach Auschwitz noch möglich sei. Die Antwort darauf war ein zögerndes "Ja", dem ein Schuldbekenntnis vorausging.

Ich vermisse an Deiner Antwort eine klare Stellungnahme zu meinem Argument, dass es esoterische Schulen gibt, die die Shoa als Volkskarma der Juden sehen. Rechte Ideologie bedient sich gerne solcher Argumente, um die Juden auch noch in dieser Beziehung zu den Urhebern des eigenen Leides zu machen.

Deshalb spitze ich meine Frage zu: Ist ein Karmadenken nach Auschwitz noch möglich?


T.:

Hallo lieber Robert,

WIR alle tragen Verantwortung für unsere Taten, auch über unseren Tod hinaus und für die weiteren Leben. Daran glaube ich.
Wieso sollte ich eine beschränkte Sicht einnehmen und dies nur auf einen Teil von Menschen projezieren???
Das Gesetz des Karmas ist ein Naturgesetz!
Das leider verschiedene Gruppierungen auch mit Wahrheiten arbeiten und nicht nur Lügen und Halbwahrheiten benutzen, dafür kann ich nix.
Auf Deine Frage bezogen, die ich aber persönlich zu eindimensional finde, JA! - Warum auch nicht???
Ich habe zwar das Totenbuch der Tibeter, habe dies aber noch nicht in seiner vollsten Tiefe und Breite gelesen. Doch allein schon in der Bibel sind viele Hinweise auf das Weiterleben nach dem Tode und die Wiedergeburt in einem neuen Körper. Auch das Gesetz von Ursache und Wirkung, Saat und Ernte ist dort gut beschrieben (die alte Volksweisheit, die aus Beobachtungen resultiert, wie: "Wie es in den Wald hineinschallt so schallt es heraus" umschreibt den selben Vorgang). Viele große Wunderwerke und -kinder dieser und vergangener Zeiten erklären sich aus den Erinnerungen an früheren Existenzen und können sehr gut mit diesem Naturgesetz erklärt werden.

Wenn Du nun auf meinen politischen Horizont hinaus willst, ich stehe der rechten Ideologie genauso nahe bzw. weit entfernt, wie zu jeder anderen auch. Ich schaue, ob diese ein Menschenbild besitzt, welches eine Welt unter Brüdern und Schwestern ermöglicht und ob deren Ideologie auf Gesetzmäßigkeiten des Kosmos ausgerichtet worden ist. Natürlich gibt es in den politischen Dimensionen leider viel zu viel Beschränktheit und Diskriminierung......dies ist nicht meine Welt und nicht mein Weg.
Wieso teilen wir die Menschen in gut oder schlecht, Engländer, Amerikaner, Christ, Moslem, Hesse oder Bayern-Fan ein? Alles sind Menschen. Wir sollten Gemeinsamkeiten suchen, nicht Opfer eines Spalten-Denkens werden!
Ich glaube auch daran, daß wesentliche Teile unseres Lebensweges, das eigene Schicksal, in den Sternen geschrieben steht bzw. in dem Buch des Lebens, wo alle Geschichten niedergeschrieben worden sind. Dort steht meine, Deine und alle anderen Geschichten drin. Das Thema der Astrologie als Wissenschaft betrieben kann darin sehr viel Klarheit hineinbringen, vorrausgesetzt, sie wird von den Irrlehren der Zeit befreit (Ein Blick auf die Eskimo-Schamanen kann dabei sehr interessant sein, da sie die Kunst der Astrologie noch sehr gut beherrschen....zum Teil sehr verblüffend bzw. überzeugend!). Doch der menschliche Körper steht unter vielen Einflüssen seines Umfeldes. Das wir Schwingung sind, werde ich in einem Text an einem anderen Orte hier im Forum vorstellen. Das Planeten auch schwingen ist eine Tatsache. Das alles um uns herum schwingt, genauso. Dies alles beeinflusst unser Leben.
Das zu diesem Ganzen auch das Körper-Ich sich bildet, somit auch auf ein Land oder Volk projeziert werden kann, geht logisch daraus hervor (soll heißen: es gibt auch einen Staatenkörper oder Volkskörper, der den Wirkungen seiner eigenen Ursachen folgen muß)
....
Verschiedene Dinge werden einfach passieren, da unsere Seelen sich dies am Anfang für unseren Körper ausgesucht haben, damit wir mit unserer Seele zusammen lernen.
Die Schlußfolgerungen rechter Ideologie zu Deinem angesprochenen Thema kenne ich nur zum Teil.
Ob es ein Volkskarma der Juden war und ist, kann ich nicht sagen. Ich wage es nicht zu beurteilen, ob die Worte, die von einem auserwählten Volke sprechen, wirklich von Gott stammt oder von einem Menschen und ob daraus eben dieses Karma entstanden sein könnte. Vielleicht darf man dies nicht als Volkskarma bezeichnen, da in diesem Kriege auch viele andere Menschen, die keine Juden waren, gelitten haben und/oder getötet wurden. Also warum einen Tunnelblick entwickeln???? Wer sind eigentlich DIE JUDEN???? Ich bin hier für Differenzierung!
Ich hoffe Du verstehst mich hier nicht falsch und ich konnte etwas Klarheit in meinen sogenannten allgemeinen Äußerungen bringen....


Robert Berghausen:

Du schriebst:

"Vielleicht darf man dies nicht als Volkskarma bezeichnen, da in diesem Kriege auch viele andere Menschen, die keine Juden waren, gelitten haben und/oder getötet wurden. Also warum einen Tunnelblick entwickeln???? Wer sind eigentlich DIE JUDEN???? Ich bin hier für Differenzierung!"
Zitatende

Die systematische Vernichtung der europäischen Juden ist etwas völlig anderes als die zivilen und militärischen Opfer des zweiten Weltkriegs.

Die Judenvernichtung folgte einem Plan der Vertreibung und Ausrottung der Juden, den Hitler schon lange vor der Machtergreifung hegte und ausführte. Die systematische Vernichtung wurde durch den Krieg begünstigt, da nunmehr fast ganz Europa in der Macht der Nazis war.

Die Opfer der KZ mit den Kriegsopfern zu vergleichen, unterstellt, die Juden seien als Volk Kriegsgegner gewesen.
Dieser Gedanke ist ebenfalls in der rechtsideologischen Propaganda sehr beliebt.

Wer damals zur jüdischen "Rasse" zählte, bestimmten die Nürnberger Rassegesetze. Im übrigen galt der Spruch Himmlers "Wer Jude ist, bestimme ich."

Trotz dieser Definitionswillkür waren es Millionen Menschen, die sich selbst dem Judentum zugehörig fühlten, die von der SS im Schutz der Wehrmacht bestialisch ermordet wurden.

Ich bin nicht bereit zu akzeptieren, diese Menschen hätten durch eigenes Verschulden ihren Tod bewirkt. Eine Esoterik, die mit dieser Möglichkeit spielt, macht sich zum Handlanger antisemtischer Ideologie. Oft ist dies ihren Vertretern gar nicht bewusst.


T.:

Hallo lieber Robert,

....es heißt doch nicht, daß sie durch eigenes Verschulden ihren Tod bewirkt haben!
Sterben müssen wir alle. Aber vielleicht war dieses Leid bzw. dieser Weg wichtig für die Erkenntnis nächster Leben, um solch ein Elend ewiglich aus dem menschlichen Leben zu verbannen. Für die Hinterbliebenen, für alle Beobachter und für die, die in einem neuen Körpergewand wieder auf die Erde kommen.
Es kann eine Lektion sein, den menschlichen Haß in seiner vollsten Tiefen und Breite kennenzulernen und ihn ins Licht zu schicken, vorrausgesetzt wir Menschen sind dazu fähig!

Zum Thema der Opfer:
Auf allen Seiten gab es Tote und Leid. Dies kann man bzw. muß man differenzieren, um das festzustellen, was Du sagtest. Die Motive des Todes sind zwar verschieden, hinterlassen aber bei den Hinterbliebenen die selben Lücken: der Mensch ist nicht mehr da! Das viele Menschen nun auf den Weg des Körperabschieds schauen ist wichtig (viele projezieren den Tod leider in ihre eigene kleine Weltinterpretation, so daß dadurch z.B. so etwas wie ein Soldatenbegräbnis gibt, wo der Verstorbene ein Held ist und bei den Hinterbliebenen soetwas wie Stolz zurückbleibt, das ist krank und völligst verwirrt), damit wir die vielen Facetten der menschlichen Tötungsperversitäten kennenlernen. Warum wir Menschen das brauchen, weiß ich nicht, ich kann es aber erahnen, möchte dies aber nicht in den Kollektivgeist manifestieren. Es scheint ja wirklich Menschen zu geben, die das Töten fasziniert und die das Töten von Menschen für legitim halten (brauchen wir ja nur mal nach Amerika schauen, wo es z.B. auch die Todesstrafe gibt).
Man kann sogar sagen, daß es schon eine Kunst des Tötens gibt. Das finde ich pervers und ich frage mich wirklich, wieso wir Menschen diese Erkenntnisse für unseren zukünftigen Weg brauchen.
Ich bevorzuge den Weg der Liebe, wo wahrscheinlich zur Erkenntnis dieser Haß gehört.

Wahrheiten läßt es sich überall finden. Es heißt aber nicht, dort, wo man Wahrheit findet, daß sie nur und in allem dort zu finden ist!!!!!
Falls es das Gesetz des Karmas gibt und falls es das Gesetz der Wiedergeburt gibt (beides Gesetze, die von der Natur eingerichtet worden sind), dann bekommt man nach einer Tiefenreflektion in Verbindung mit dem Verstand eine Sicht hin, die Du für Dich wohl nicht annehmen kannst.
Da ich an eine harmonische bzw. göttliche Ordnung im Kosmos glaube und für diese Gesetze eingerichtet worden sind, weiß ich nicht, ob nur der menschliche Verstand in einem einzigen Menschenwesen dazu ausreicht, dieses Ganze zu verstehen....ich denke nein. Wenn mir auf meinem Wege jemand aufzeigen kann, daß diese Gesetze nicht existieren, werde ich umdenken. Bis jetzt habe ich mich sehr viel mit dem Thema der Wiedergeburt und mit dem Saat und Ernte-Thema auseinandergesetzt - beide Welten sind für mich existent, da mit vielen Fakten nachweisbar. Vielleicht sind meine Schlußfolgerungen falsch, doch dafür brauche ich Argumente und keine emotionalen Diskussionen, die ich aber verstehen kann.
Zum Abschluß:
Ich verurteile jegliche Handlung von Menschen, die das Leben zerstören. Ich bin KEIN Freund irgendwelcher Ideologien, die das Töten, Diskriminieren von Menschen oder das Beherrschen Einiger von Vielen beherzigen.
Ich würde mir einen spirituellen und wissenschaftlichen Zugang zu verschiedenen unerforschten Welten und Fragen wünschen, die eben nicht von Emotionen und Dogmen beeinträchtigt werden!


Robert Berghausen:

Hallo T.,

unser Dialog ist ein Lehrstück dafür, wie zwei Menschen aneinander vorbeireden.
Mag ich auch noch so intensiv die Verbrechen an unschuldigen Menschen, die Massenvernichtung eines Volkes, in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellen, so lässt Dich das eher kalt. Du nimmst einen abgehobenen Standpunkt ein. Du verurteilst zwar jede Handlung, die Leben zerstört, doch zugleich versuchst Du einen Sinn hinter dem Massenmord zu sehen. So schreibst Du:

"Es kann eine Lektion sein, den menschlichen Haß in seiner vollsten Tiefen und Breite kennenzulernen und ihn ins Licht zu schicken, vorrausgesetzt wir Menschen sind dazu fähig."

Mir ist eine solche Argumentation unverständlich, und ich halte sie für rechtsideologisch anfällig, obwohl ich Dir gerne glaube, dass Du mit Ideologien nichts zu tun haben willst.

Ich wiederum bin nicht bereit, Dir in deiner Weltanschauung zu folgen. Du glaubst an eine harmonische göttliche Ordnung, doch zugleich räumst Du ein, dass ein einzelner Mensch die göttlichen Gesetze nicht verstehen kann. Woher willst Du das wissen, außer Du berufst Dich auf Offenbarung und Einweihung.

Für mich schließt sich hier der Kreis und ich überlasse Dir gerne das letzte Wort, da ich davon ausgehe, dass unsere Positionen für jeden deutlich genug beschrieben sind.


T.:

Hallo Robert,

nun gut.....
Um wirklich auch von meiner Seite den Kreis zu schließen noch ein paar Worte dazu:

Der Ausgang meiner Worte war der Hinweis, daß die vielen kleinen Kriege sich aufsummieren (energetisch gesehen) zu einem großen Ganzen.
Hier galt mein Ansatz, daß sich jeder erst einmal um den eigenen Frieden bemühen sollte! Dazu gehören Verständnis, Mitgefühl, Liebe, Einsicht, Freude, Demut, Dankbarkeit, Vertrauen u.ä. .
In dieser Bemühung muß sich nun der Mensch mit der dualistischen Weltsicht auseinandersetzen, zusammen mit seinen Licht- wie auch Schattenseiten.
Wenn der Mensch liebt, wird er auch mit dem Haß konfrontiert werden, da beide Seiten hier auf Erden existent sind - vorrausgesetzt wir nehmen diesen Dualismis (als) wahr (an).
Bei dem vielen Haß auf Erden kann, darf und muß der Mensch sich nun den vielen Facetten dieser Welt stellen - und zwar mit Liebe (in dieser Welt existiert kein Dualismus mehr, wie es z.B. Plotin uns berichtete, der die Lehren von Platon in eine andere Ebene führte). Hier kam mein Hinweis auf Christus, der diese universelle und göttliche Liebe praktiziert hatte, die wir Alle anstreben sollten.
Und da Jesus, und viele andere Offenbarer und Propheten auch, uns lehrten, wie wir unsere Lichtseite aktivieren und damit unsere Schattenseiten 'belichten' können, kann ich Deinen Einwand nicht verstehen, warum wir Menschen dazu nicht in der Lage sein sollten.
Ich bin nur manchmal etwas verwundert, wie sehr die Menschen diese Möglichkeit verneinen bzw. abweisen.
Ich schrieb zum Verständnis der göttlichen Ordnung nur, daß der menschliche Verstand diese Gesetze (und auch Gott) nicht alle-in greifen kann, da dazu nicht nur der menschliche Verstand benutzt werden darf und kann, sondern auch unsere verschütten inneren Sinne, die nicht mit der Verstandeslogik arbeiten. Vielleicht liegt hier die Definition des Verstandes in unserem Mißverständnis.
Auf diesem Wege folgte Dein Einwand und Dein Unverständnis für die Grausamkeiten an dem jüdischen Volke. Dies läßt mich keineswegs kalt! Nur gibt es neben dem gefühlsmäßigen und moralischen Standpunkt auch noch andere....darauf versuchte ich hinzuweisen.
Hierbei gilt es zu beachten, daß hier auf Erden nichts ohne Ursache und nichts ohne Sinn passiert - dies ist zumindest meine Erkenntnis. Aus diesem Blickwinkel heraus versuchte ich etwas zu deuten, nicht zu rechtfertigen. Der Haß hat keine Rechtfertigung verdient, allerdings sind wir leider weit von der Liebe weg- bzw. abgerückt. Aber nach seinen Ursachen sollten wir schon forschen, damit wir diesen in uns und für alle Zeiten abstellen bzw. in günstigere Bahnen lenken können.
Um wieder dorthin zu kommen, müssen wir ganzheitlich verstehen lernen, warum wir all dies hier ertragen und erleiden müssen. Dafür gab uns Gott die Möglichkeit, uns in die Welt des Unsichtbaren und des Geistes vorzuwagen und in dieser Welt zu reisen (dies passiert und funktioniert aber nicht allein mit dem Verstand! - hier ist tiefere Herzlogik am walten....). Der menschliche beschränkte Geist (beschränkt aus dem Grunde, da er im materiellen Körper gefangen ist und nicht unendlich und ewig sein Dasein verrichtet) ist (noch) nicht fähig den heiligen Geist in seiner vollsten Tiefe und Breite zu realisieren bzw. zu kapieren. Falls es anders sein sollte, möchte ich dies gerne präsentiert bekommen.

Und wenn wir nicht aus dem Paradiese gefallen wären (bildlich gesprochen) müssten wir all diese 'schlimmen' Lektionen des Lebens für unsere eigene Erkenntnis gar nicht erleben, erfahren und erdulden.
Ich gehe davon aus, daß wir uns als Seelen im Menschengewand befinden, um wieder zurück zu unserem Schöpfer zu gelangen. Kein menschliches Bildnis wird jemals diesen Schöpfer beschreiben können. Die Liebe läßt erahnen, wie er/sie/es sich anfühlt.
Die materielle Welt dient, meiner Meinung nach, der Erkenntnis und des Lernens, um dann diese materielle Welt in die geistige Welt, zusammen mit unserem göttlichen Seelenanteil!, zu führen. Der Weg und das Ziel ist die göttliche Heimat, die eben auch von Jesus Christus beschrieben wird. Er sagte und lehrte uns, wie wir zu unserem Schöpfer kommen können. Andere Schriften, wie z.B. die Veden, auch.
Aber vielleicht sollten wir uns nicht zu viele Gedanken darüber machen, sondern eher in unseren Taten im alltäglichen Allerlei im Lichte und in der Liebe glänzen...

Posted by Astrid Haarland at Oktober 01, 2002 05:20 EM
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Ich habe diesen Dialog ausgewählt, da in der letzten Zeit auf globalisierungskritischen Mailinglisten verstärkt religiöse Gruppen teillnehmen, die anstelle eines politischen Engagements für mehr soziale Gerechtigkeit lieber auf ein individuelles und kollektives Karma vertrauen. Auch die Neo-Sannyas-Bewegung wird zitiert. Dazu eine kritische Stellungnahme eines Listenteilnehmers:

"Im Buch »Psycho-Sekten« von Frank Nordhausen und Liane v. Billerbeck wird die Bewegung in die Kategorie »Psycho-Sekten mit einem religiösen Konzept« eingeordnet, und es werden ihr faschistoide Züge attestiert. Auf S. 148
der 2. Auflage liest man:

Auf die düsteren Seiten der Sekte wies ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster vom 22. Mai 1999 hin. Die Richter [...] erlärten auch, daß Baghwans Lehren zu den Themen Ehe, Familie und menschliche Würde »im Gegensatz zur Wertordnung des Grundgesetzes« stünden. Als Beispiel führt das Gericht an: »Die Juden werden nicht als bemitleidenswert angesehen, denn sie seien für ihre Leiden selbst verantwortlich. Durch die Erklärung zum >auserwählten Volkeigenen Leute<«.

Posted by: Astrid Haarland on 01.10.02 17:42

Einen wunderschönen Tag zusammen,

ich zitiiere: "Ich habe diesen Dialaog ausgewählt, da in der letzten Zeit auf globalisierungskritischen Mailinglisten verstärkt religiöse Gruppen teillnehmen, die anstelle eines politischen Engagements für mehr soziale Gerechtigkeit lieber auf ein individuelles und kollektives Karma vertrauen. Auch die Neo-Sannyas-Bewegung wird zitiert."

Schön.
Ich bin weder in irgendeiner Gruppe, noch folge ich irgendeinem Glauben. Ich besinne mich in meinem Innern und erkenne viele Wahrheiten in vielen Religionen und Kulturen, die eine Einheit bilden und VERBINDE sie.
Der Weg befindet sich in der Mitte und wird mit der Liebe vereint.
Dort werden alle Grenzen aufgelöst und alles fließt ineinander. Könnt ihr dies verstehen????
Kein Rechts und Links. Kein Deutsch, Türkisch, Jüdisch etc. . WIR ALLE BILDEN EINE EINHEIT und diese wird gestützt durch ewige GESETZE. ERKENNT DIESE und lebt in ihnen. WARUM geschehen diese grausamen Dinge hier überall???????? - doch wohl auch zum Erkennen! Auch - nicht nur!

Die Ausführung von Euch oben könnte mißgedeutet werden, dem möchte ich hiermit entschieden entgegenwirken.
Wo ist hier bitte schön die Auseinandersetzung mit Gesetzmäßigkeiten, die voneinander unabhängige Religionen und Völker beobachtet haben???????
Darauf versuchte ich hinzuweisen.......
Niemals darf der Mensch irgendeinen anderen Menschen schlechter behandeln als sich selbst!!!
Das LEBEN IST ZU SCHÜTZEN. Der Nächste und Gott ist zu lieben!!!!!!


Und man sollte nicht auf ein ind. und/oder koll. Karma vertrauen, sondern auf den Liebe-Gott, der in unseren Herzen wohnt. Mit verschiedenen Techniken könnt ihr Alle die Gesetze ERKENNEN.
Löst Euch bitte von Eurem Lebens-u. Kindheitstrauma und schaut mal bitte schön in die Ursprünge der Kabbala!!!!!!

salute,
T.

Posted by: T....... on 04.10.02 00:43
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