Oktober 02, 2002
"Nicht in unserem Namen"

Das ist ein Text aus dem Amerika, das wir lieben. Es ist nicht das Land von Bush&Co, nicht das Land der christlichen Fundamentalisten, nicht das Land des Kasino-Kapitalismus.

Im Gegensatz zu einigen deutschen Mailinglisten, wo jetzt mails kursieren, deren Absender sich offen damit rühmen, antiamerikanisch zu sein, möchten wir unsere Solidarität mit dem Amerika zeigen, was wir lieben: Das weltoffene und tolerante Amerika.

Hier ein Text der amerikanischen Initiative:
www.notinourname.net

Das Versprechen
des Widerstandes

Wir als Menschen, die in den Vereinigten Staaten leben, glauben,
dass es unsere Pflicht ist, uns den Ungerechtigkeiten zu widersetzen,
die von unserer Regierung - in unserem Namen - begangen wurden.

Nicht in unserem Namen
wirst Du endlosen Krieg führen,
darf es noch mehr Tode geben,
und weiteres Eintauschen von Blut gegen Öl.

Nicht in unserem Namen
wirst Du in Länder einfallen,
Zivilisten zerfetzen, noch mehr Kinder ermorden,
die Geschichte über die Gräber der Namenlosen hinweg schreiben lassen.

Nicht in unserem Namen
wirst Du all die Freiheiten zerfressen,
für die zu kämpfen Du versprachst.

Nicht mit unseren Händen
werden wir Dir Waffen und Kapital abliefern;
für die Vernichtung von Familien
in weiter Ferne.

Nicht mit unseren Mündern
wird uns die Angst verstummen lassen.

Nicht mit unseren Herzen
werden wir erlauben, dass ganze Völker
oder Länder zum Bösen erklärt werden.

Nicht mit unserem Willen.
Und nicht in unserem Namen.

Wir geloben Widerstand.

Wir geloben ein Bündnis mit all denen,
die angegriffen wurden,
weil sie dem Krieg widersprachen,
oder wegen ihrer Religion oder ihrer Zugehörigkeit.

Wir versprechen, gemeinsam
mit den Menschen auf der ganzen Welt
Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden zu schaffen.

Wir können eine andere Welt erreichen.
Und wir versprechen, sie möglich zu machen.

Posted by Astrid Haarland at Oktober 02, 2002 04:19 EM
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